Auf Sendung gehen
Professional Broadcasting für jedermann
Es ist ein alter Kindheitstraum, einmal im Leben ein Radiostar zu werden. Die Verheißung des Internets, vor allem auch der Entwicklung im web 2.0 Bereich, steht für die Idee, jeder könne zu jederzeit ein Radiostar werden oder auch ein TV Format herstellten.
Die Ergebnisse der einfachen Radiosendungen und auch der kleinen Spots in YouTube und ähnlichen Auftritten ist jedoch sehr unterschiedlich. Gute Arbeit wirkt anders als die Amateurleistungen von Hobbymenschen. Inhalt und Form müssen übereinandergebracht werden, dazu gehört schon ein gutes Equipment wie auch das nötige Wissen, die Technik anwenden zu können. Es gibt immer noch einen Grund dafür, dass man mehrere Jahre lernt, bis man Photograph, Kameramann oder Tontechniker ist, Neugierde und Elan reicht hier nur für den Anfang aus.
Ein professional Broadcasting besteht zunächst einmal aus einem eigenen Server. Man muss sich hier um eine anständige Transferleitung kümmern, die auch in Zukunft die Last tragen kann. Sowohl Ton- als auch Videosendungen sind immer noch leistungsintensiv, nichts verärgert den Hörer und Zuschauer so sehr, wie ein ruckelndes Bild, das vielleicht sogar asthmaartig unterbrochen ist. Man kann zum Anfang der Tätigkeit auch auf Hosting Services zurückgreifen, das Problem ist nur, es ist schwierig, den Traffic nachher auf eine eigene Site umzulenken.
Wenn die Anbindung steht muss die Servertechnik abgeklärt werden. Es gibt hier gute fertige Systeme, die nur noch konfektioniert werden müssen. Einige basieren auf Linux und sind frei erhältlich, diese Systeme reichen bis zur professionellen Broadcasting Qualität heran. Diese Systeme sind sogar Open Source, man kann sie vollständig nach eigenem Geschmack einrichten und muss noch nicht einmal Lizenzen dafür zahlen.
Lizenzen sind im professional Broadcasting auch ein Thema. Die virtuelle Rundfunkanstalt steht im Rampenlicht der Öffentlichkeit so wie die klassischen Sender im Äther auch. Deswegen muss der Betreiber sich über rechtliche Grundzüge des Sendens kundig machen, Verletzungen des Urheberrechtes sowie andere Rechtsverletzungen gehen auf das Konto des Betreibers.
Die Technik sollte um einige Prozentpunkte über dem Niveau sein, den der best ausgestatte Hörer und Konsument draußen in der Welt hat. Tontechnisch sollten also gute Mikrophone und ein schallisolierter Raum zur Verfügung stehen. Strassengeräusche oder gar ein ortbares Rettungsfahrzeug im virtuellen Radiostream wirkt alles andere als professionell. Das gilt um so mehr für Bildaufzeichnungen. Die Kamera, die man verwendet, sollte mit mindestens VGA Auflösung real streamen können. Das Objektiv der Kamera sollte einer guten Fotoqualität entsprechen. Zur Kamera gehört selbstverständlich ein gute Stativ dazu, das ruckelfreie Bewegungen erlaubt. Ein wesentlicher Punkt ist die Beleuchtung, schlechte Beleuchtung zerstört das Resultat und lässt alles billig wirken.
Wenn man ein professional Broadcasting plant, dann sollte man mindestens einen Redakteur und einen Techniker einsetzen. Am Besten wäre es, zu dritt zu arbeiten. Der dritte Mann führt dann kritisch eine Qualitätskontrolle durch. Technik, Präsentation und Arbeitskontrolle führt dann schon zu einem guten Gesamtergebnis. Man kommt schnell am Punkt, an dem man feststellt, dass man Senden kann aber das die Resonanz gering ist. Diesen Punkt kann man nur durch Qualität und unter Umständen leichte SEO Aktivität überwinden.
Professional Boradcasting ist in der jetzigen Zeit deswegen so aufregend, weil dies Ausrüstung in erschwingliche Kategorien gekommen ist. Um ein gutes Studio aufzubauen braucht es keine Millionen mehr.